
@urfin: nicht nur einer – DER Leuchtturm

Ach naja so dramatisch war das nun auch wieder nicht. Gut, ich habe auch nichts gesehen und gehört, weil ich meilenweit entfernt hinter einem Träger hockte, aber psst.. xD
Wir liefen da also hin. Keine Menschenseele da. Super! Und schon ging es ans Eingemachte. Während ich von oben am Suchen war, tastete mein Begleiter jeden Zentimeter von unten mit den Augen ab. Eigentlich nichts weiter komisches, wenn jemand unter einem Bauwerk hindurchgeht und sich mal die Deckenkonstruktion anschaut. Fand die Polizei anscheinend schon verwunderlich, denn nachdem sie in ihrem „Partybus“ unter mir hindurchgerauscht sind, wendeten sie und wollten sich den Tatort doch mal genauer ansehen. So ein Mist! Nun musste mein Begleiter Rede und Antwort stehen (ich habe es mir mal lieber hinter einem der Träger gemütlich gemacht). Was genau sie ihn gefragt haben, konnte er mir auch nicht sagen – hat sie nicht verstanden
Eigentlich dachten wir ja, sie würden uns da wegbeordern, weil man da wohl nicht herumklettern sollte. Dem war aber doch nicht so. Ich sollte nur nicht höher hinaus und aufpassen, dass ich nicht runterklatsche. Na super. Die hätten uns ruhig mal helfen können, schließlich war denen das Spiel nicht gerade unbekannt
Schneller als gedacht waren sie weg und wir dann auch – bevor die wieder zurückkehren..
Tzja.. die Polizei – dein Freund und Helfer .. xD

Es ist schon eine Weile her, dass ich das gezeichnet habe.. das Original ist leider verschütt gegangen :/

edit: ICH HABE ES WIEDERGEFINDET xDD


Dann sind Sie hier richtig! Schauen Sie doch einfach mal vorbei – es wird garantiert eine Schulter zum Anlehnen und Ausheulen für Sie verfügbar sein oder, wenn Sie wollen auch nur ein Kummerkasten. Ein Kummerkasten in den man seinen ganzen seelischen Müll hineinwerfen und hinterher am liebsten noch hineintreten kann. Gefällt Ihnen das? So come here and vent your spleen ..
Geht man denn so mit seinen hilfsbereiten Mitmenschen um? Ist es vielleicht eine Art Trend, sich anderen gegenüber so zu verhalten? Wirklich mal. Das kann doch nicht wahr sein. Zuerst da ist das Problem so riiiieeesen groß, dass man es einfach nicht bewältigt bekommt und man sucht sich jemanden, dem man sich anvertraut. So weit so gut. Zapzerap. Jemand passenden gefunden und los geht’s. Erst einmal wird alles, aber auch wirklich alles, durch den Kakao gezogen. Erste Runde geschafft. Dann geht es ans eigentliche Problem. Manchmal möchten die Patienten, dass man ihnen einfach nur zuhört. (Liebe Patienten. Es ist völlig in Ordnung, wenn ihr nur Zuhörer sucht, aber dann sagt das von vornherein – dann lässt man nämlich alles fein gepackt und geschnürt durch den Spamfilter laufen und schon ist die Sache geritzt.) Der Großteil an Patienten aber will, dass man ihnen hilft – d.h. Spamfilter aus, Gehirnzellen an. Man reißt sich also sprichwörtlich den Allerwertesten auf, um bei dem Gespräch auf einen grünen Zweig zu kommen, auch wenn er noch so klein ist. Das würde bei Fachleuten ein Vermögen kosten, aber wofür gibt’s denn die Freunde? Nun denn, Gespräch beendet – der Patient bedankt sich für die Hilfe und lässt verlauten, dass es keinen besseren Freund gibt, als den Therapierenden. Man hat sich ja schließlich alles angehört, versucht eine Lösung zu finden und zum Schluss – wie es eben Sitte ist bei Fachleuten – versprochen niemandem etwas zu verraten, das Geheimnis für sich zu behalten. An sich eine schöne Sache. Freundschaftsdienst. Unter der Rubrik wird das Ganze verbucht. Alle sind glücklich: Der Patient konnte sein Problem lösen und der Therapierende wurde als bester Freund eingestuft. Ein größeres Lob gibt es doch für getane Dienste nicht oder?
Alles nur Lug und Betrug. Der Patient hat die ganze Sache schnell wieder vergessen und widmet sich seinen neuen besten Freunden. Und wer steht wieder alleine da? Richtig. Der ewig einsame, allen zuhörende, alles verstehende, tolerierende und verzeihende Psychologe für alle Fälle.

So lang ist es noch gar nicht her, da hast du mich gefragt, ob ich eigentlich glücklich bin – so. Nein war die Antwort. Es lief so vieles falsch. Ich fühlte mich so verloren und hintergangen. Dir mein Herz auszuschütten war aber wohl das dümmste, was ich tun konnte. Überhaupt, mich mit dir zu treffen. Mir war es nicht klar, dass dann sofort wieder alte Sachen aufgerollt und Wunden eingerissen werden würden. Doch dabei hast du ja wirklich keine Zeit verloren. Die Frage nach meinem Zufriedenheitsgrad sollte nur dir etwas bringen.
Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, den Kontakt zu dir nicht wieder aufzubauen. Zu sehr haben wir beide uns verändert, als dass es so werden könnte, wie du es dir seit damals wünschst. Zu sehr hast du dich verändert. Dinge, die dir früher einmal so wichtig waren, treten nun in den Hintergrund und machen deiner Begierde nach Partys und der ultimativen Karriere Platz. Komm zurück auf den Boden der Tatsachen und lern endlich, dass nicht immer nur alles Friede, Freude und ganz viel Eierkuchen ist.